Willkommen bei Akte Medizin!

Akte Medizin – ein Projekt, das dazu beitragen kann, dass aus Gesundheits- und Medizinkonsumenten mündige Bürgerinnen und Bürger werden, und aus „Gesundheitsakten“ bzw. „Krankenakten“ wieder Menschen. Es geht also um eine Stärkung Ihrer persönlichen „Gesundheitskompetenz“. Weil darunter das Finden, Verstehen und Umsetzen von Gesundheitsinformationen zu verstehen ist, beginnt es mit seriöser, unabhängiger und kritischer Information, verbunden mit Empathie und Achtung vor der persönlichen Würde des Menschen. Darum geht`s bei diesem Projekt.

In der Medizin bzw. im Gesundheitswesen wird Sachlichkeit immer häufiger mit Emotionen, oft auch mit Angst vermischt, und wirtschaftliche, politische oder sonstige Interessen sind nicht selten die Triebfeder vorgeblich unabhängiger Empfehlungen und Informationen. Medizinaktivismus und ggf. auch monetäre Beweggründe ersetzen häufig ethisch bestimmte ärztliche Verhaltensweisen. Die zunehmende Verrechtlichung tut ihr Übriges und führt dazu, dass medizinische Entscheidungen nicht immer im Sinne des Patienten, sondern vielmehr zur rechtlichen Absicherung der Ärzte und anderer handelnden Personen getroffen werden. Ob der damit verbundene Vertrauensverlust zwischen Arzt/Ärztin und Patient/Patientin Folge oder Ursache davon ist, ist mittlerweile bedeutunglos.

Als Facharzt für Radiologie habe ich es in den bald 30 Jahren meiner Tätigkeit im Krankenhaus mit sämtlichen medizinischen Fachbereichen zu tun und daher auch eine gute Sicht darauf, wie sich unser Gesundheitswesen im Laufe dieser Zeit entwickelt hat. Unter dem Schlagwort „patient empowerment“ oder „Gesundheitskompetenz“ (s.o.) wird oft vom mündigen Patienten gesprochen, der allerdings nicht immer unabhängig und ohne Eigeninteressen beraten wird. Da es gerade auch in der Medizin in vielen Fällen nicht die 100%ige Gewissheit gibt und oft auch nicht nur „eine Wahrheit“, stehen wir nicht selten zwischen zwei Fronten, zwischen zwei Meinungen. Wie dann entscheiden?

Wissenschaftsgläubigkeit nimmt zu
Es ist ein eigenartiges Phänomen. Wir werden immer wissenschaftsgläubiger und zugleich wird die Wissenschaft (nach meiner Erfahrung) immer stärker von Interessen dominiert, die das Ergebnis bestimmen. Passt das Ergebnis nicht, landet die Studie sowieso im Papierkorb. Dass das so ist lässt sich leicht feststellen. Überlegen Sie einfach, wie oft Sie in der Zeitung von positiven Ergebnissen einer Studie lesen und wie oft bzw. wie selten davon, dass sich etwas als ungeeignet herausgestellt hat.

Zudem ist es ganz leicht, wissenschaftliche Arbeiten (mit oder ohne Absicht) so zu manipulieren, dass das gewünschte Ergebnis herauskommt. Ich könnte viele Beispiele dazu nennen. Es ist also sehr nützlich, Studien gegenüber grundsätzlich kritisch zu sein, Methodiken, Ergebnisse und Interpretationen zu hinterfragen.

Die Schulmedizin ist wichtig, aber sie ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, wie wir wissen. Sie ändert sich beständig. So wird, was gestern noch als normal bezeichnet wurde, heute zur Krankheit, wie etwa der Hype rund um das Cholesterin. Oder eine wissenschaftliche Arbeit zeigt, dass die eine Methode der anderen überlegen ist, und kurz danach zeigt eine andere Studie das Gegenteil. Denken Sie einfach nur an den wissenschaftlichen Streit über Nutzen und Schaden von Früherkennungsprogrammen.

Zudem basiert die moderne Schulmedizin, zu der ich von meinen Grundlagen her, als Facharzt für Röntgenologie, auch gehöre, auf einem physikalischen Weltbild, das jedoch nicht mehr der heutigen Physik entspricht (vgl. Quantenphysik etc.). Es ist also eine völlig überholte Basis, auf der die derzeitige Medizin beruht. Sie weiß es nur noch nicht!

Mit dieser Website verwirkliche ich ein Projekt, das mir schon lange auf dem Herzen liegt.

Ihre Ideen & Anregungen sind gefragt
Nachdem 2014 und 2015 die Themen Brustkrebs, Früherkennung und Mammographie-Screening auf dieser Website zentral waren, sind in 2016 und 2017 auch andere aktuelle Themen dran, die das Leben und die Gesundheit betreffen. Ich bin auch für Ihre Ideen, für Anregungen und Kritik offen, schreiben Sie mir!

Ich wünsche Ihnen und mir, dass die Erwartungen, die ich mit diesen Worten bei Ihnen geweckt habe, erfüllt werden und dass Ihnen diese Website – und für Frauen auch mein Buch –  einen persönlichen Nutzen bringen.

Ihr Hans Mosser